DIE GRÜNEN Plus

Viel Lärm um Laubbläser im Ortsgebiet

Von: Christiane Maringer (4.12.2018)

Herbstarbeit im Umweltressort auf Hochtouren – Teil 3

Als Umweltstadträtin bin ich aus vielfältigen Gründen dafür, den Einsatz von Laubbläsern in Purkersdorf zum ehest möglichen Zeitpunkt zu verbieten. Auch wenn der Gebrauch von Laubbläsern und Laubsaugern von der Umweltverordnung der Gemeinde als „lärmverursachende Maschinen“ betroffen und damit der Einsatz zeitlich limitiert ist, löst das nicht den gesamten Umfang des Problems: Neben der erheblichen Lärmbelästigung bei der Verwendung dieser Geräte und hohem Energieverbrauch sind sie gesundheits- und umweltschädlich.

  • Die Lärmbelastung erreicht mit 100 Dezibel Schalldruck in der Umgebung eines benzinbetriebenen Laubsaugers bzw. -bläsers annähernd den Lärm eines Presslufthammers. Zum Vergleich: ein vorbeifahrender LKW erreicht 90 Dezibel Lärmbelastung. Der Unmut darüber ist auch bei vielen BewohnerInnen von Purkersdorf hoch.
  • Die Geräte wirbeln vor allem im Bereich von Straßen und Wegen eine Menge Feinstaub auf, der sich, je kleiner die Partikel sind, umso manifester in der Lunge absetzt. Weiters wirbeln sie in jedem Einsatzbereich Bakterien, Schimmelpilze, Partikel von Tierkot, Gräser und Blütenpollen auf, die ansonsten unter der Blätterdecke gehalten werden und niemanden belasten.
  • Zusätzlich saugen Laubsauger alles auf, was nicht fest verwurzelt ist und nehmen den Gärten somit jegliche Kleinstlebewesen, die für Vögel und Igel Nahrung sind und ein gesundes Gartenwachstum und die Bildung von Humus erlauben. Mit dem Abtragen jeglicher Deckschicht ist der Boden zusätzlich nicht mehr vor Austrocknung und extremer Kälte geschützt.

Die Arbeitserleichte­rung gegenüber Rechen und Besen stehen also in keinem Verhältnis zu den Belastungen für Gesundheit und Umwelt.

Das Thema wirbelt allerdings auch jede Menge Pro und Contra-Stimmen auf. Nachdem auch nach der zweiten Behandlung im Umweltausschuss keine Zustimmung zum Verbot erreicht werden konnte, wollen wir jetzt die Nachteile des Einsatzes über das Amtsblatt und Medienarbeit bewusst machen und so die ablehnende Haltung gegen ein Verbot lösen. Eine Entscheidung soll dann im kommenden Jahr im Zuge der Überarbeitung der Umweltverordnung der Gemeinde getroffen werden.

Die heftige Debatte im Gemeinderat und die vehemente Ablehnung von etlichen Gemeinderäten, auch nur über das Verbot nachzudenken, hat gezeigt, wie wichtig es ist, erst einmal überhaupt eine Sensibilität für die Wichtigkeit des Themas zu erreichen.

Christiane Maringer
Umweltstadträtin


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